Relevanz

Es ist bekannt, dass unsere Bevölkerung immer älter wird. Das Bundesamt für Statistik hat festgestellt, dass der Anteil der über 60-jährigen steigen wird. Forscher vermuten, dass in Deutschland zurzeit „30% aller über 65-jährigen und 40% der über 75-jährigen mindestens einmal pro Jahr stürzen“. Bei 65-jährigen stellen Stürze den größten Anteil aller Haushaltsunfälle dar. Die Hälfte derjenigen, die einen Sturz erlebt haben, geben daraufhin eine Sturzangst an.

Aus Studien geht hervor, dass Sturzangst auf vielfältigen Ebenen einen signifikant negativen Einfluss auf die Lebensqualität der Betroffenen hat.

Bis 2050 werden über 10 Millionen Menschen über 80 Jahren sein. Somit wird auch die Anzahl der Stürze steigen, in dessen Folge, der präventive, rehabilitative und damit auch der finanzielle Aufwand an Bedeutung gewinnen wird. Es ist daher schon jetzt zwingend notwendig, Interventionen, die zur Vermeidung eines Sturzes beitragen können, mehr Bedeutung zu schenken.

Zahlreiche Einzelstudien und substantielle Meta-Analysen zeigen eine erhebliche Reduktion der Fallneigung durch Übungsprogramme. Die entscheidenden Komponenten sind dabei Balance-und Koordinations-Übungen. 1, 2, 3

 

Literaturquellen:

  1. Gillespie LD e al. Interventions for preventing falls in older people living in the community. Cochrane Database of Systematic Reviews 2009, Issue 2. Art.No..:CD007146. DOI: 10.1002/14651858 CD007146, pub 2
  2. Gillespie LD et al. Interventions for preventing falls in elderly people. Cochrane Database of Systematic Reviews 2003, Issue 4. Aart.No.:CD000340. DOI: 10.1002/14651858. CD000340
  3. Sherington et al (2008). Effective exercise for the prevention of falls: A systematic review and meta-analysis. J.Am Geriatr Soc, 56 (12): 2234-43